Es gibt Trainingstage, an denen geht es nicht um Tempo, nicht um Strava-Segmente oder neue Bestzeiten. Es geht ums Loslassen, darum, den Kopf freizubekommen und locker Kilometer zu sammeln. Genau an solchen Tagen kann ich am besten durchatmen und meine Gedanken sortieren.
Für diese entspannten Läufe brauche ich auch entspannte Schuhe. Bei der großen Auswahl an Modellen kann man schnell den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen – deshalb kommen hier meine drei Favoriten für Easy Runs:
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Nike Vomero Premium
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Hoka Clifton 10
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New Balance FuelCell Rebel v5
Alle drei sind auf ihre Art perfekt – je nach Laune, Untergrund und Tagesform. Schauen wir uns die Details an.
Nike Vomero Premium – Luxus für die Füße
Der Nike Vomero Premium ist mein absoluter Go-to-Schuh, wenn ich nach intensiven Einheiten lockere, regenerative Läufe einlege oder meine Beine und Gelenke bewusst schonen möchte. Er vereint weiche Dämpfung mit spürbarer Energierückgabe und ist deshalb ideal für Easy Runs sowie für längere, entspannte Runden.
Was ihn auszeichnet:
Die Zwischensohle besteht aus ZoomX-Schaum, kombiniert mit zwei Zoom Air-Elementen (je eines im Vorfuß- und Fersenbereich). Und eins kann ich versprechen: Diese Dämpfung spürt man. Der Schuh bietet ein sehr weiches, gleichmäßiges Abrollen mit hervorragender Stoßabsorption – perfekt, um Gelenke und Sehnen spürbar zu entlasten.
Die hoch aufgebaute Mittelsohle sorgt für ein „geschütztes“ Laufgefühl: Unebenheiten und harte Aufpralle, etwa auf Asphalt, werden deutlich reduziert. Das macht den Vomero Premium auch zum idealen Schuh nach Wettkämpfen oder intensiven Trainingseinheiten.
Das Obermaterial sitzt sehr bequem, die weiche Polsterung umschließt den Fuß angenehm. Dieses wohlige Gefühl merke ich besonders an Tagen, an denen ich einfach ohne Druck laufen möchte.
Wann nutze ich den Nike Vomero Premium?
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Für lockeres Traben nach harten Sessions
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Für Regenerations- und Erholungsläufe bis ca. 10–15 km
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In Marathon- oder Halbmarathon-Trainingsphasen nach langen Läufen
Der Nike Vomero Premium ist kein Schuh für Bestzeiten oder Tempoläufe – dafür aber der perfekte Begleiter für die entspanntesten Läufe.


Hoka Clifton 10 – der treue Begleiter für lange, langsame Runden
Der Hoka Clifton 10 steht für mich für Komfort auf langen Strecken und für Läufe ohne Zeit- oder Distanzvorgabe. Mit ihm ertappe ich mich oft dabei, einfach loszulaufen und erst später zu merken, wie viele Kilometer ich bereits gesammelt habe – ganz ohne Beschwerden.
Warum mich der Clifton 10 überzeugt:
Er gehört klar zur Kategorie „Komfort zuerst“. Die hohe Mittelsohle bietet viel Dämpfung und Schutz, besonders auf Asphalt oder unebenem Untergrund. Deshalb nutze ich ihn auch gerne auf gemischten Strecken aus Straße und Wald.
Die Kombination aus breitem Sohlenaufbau und dem typischen Hoka Meta-Rocker erleichtert das Abrollen und lässt den Lauf sehr flüssig und leicht wirken – ideal für Long Runs.
Der Komfort bleibt auch über viele Kilometer konstant hoch. Der Clifton 10 vermittelt das Gefühl, problemlos noch ein paar Kilometer dranhängen zu können, ohne dass Beine oder Gelenke ermüden – perfekt für lange Grundlageneinheiten oder die Marathonvorbereitung.
Wann ich ihn am liebsten trage:
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Long Runs (ab ca. 15 km)
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Ruhige Trainingsläufe mit moderatem Tempo
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Läufe, bei denen Komfort wichtiger ist als Geschwindigkeit
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Wenn ich einfach „irgendwohin laufen“ möchte, ohne Plan
Der Clifton 10 ist für mich die sichere Bank im Training: zuverlässig, komfortabel und vielseitig.


New Balance FuelCell Rebel v5 – leichter, dynamischer Easy-Run-Schuh
Das mag vielleicht überraschen, denn der New Balance Rebel v5 steht eigentlich für dynamische Läufe. Für mich ist er jedoch auch ein hervorragender Schuh für Easy Runs – vor allem an Tagen, an denen ich mich leicht und agil fühlen möchte. Ein lockerer Lauf mit einem Hauch Dynamik, ohne es zu übertreiben.
Stärken des Rebel v5:
Die FuelCell-Mittelsohle (eine Mischung aus PEBA und EVA) bietet eine sehr gute Balance aus Dämpfung und Reaktivität. Der Schuh fühlt sich nicht schwer oder träge an, sondern federnd und leicht.
Beim Abrollen vermittelt der Rebel ein offenes, lebendiges Laufgefühl. Er eignet sich besonders für kürzere Läufe oder für Tage, an denen die Beine gut drauf sind, ich aber bewusst locker bleiben möchte.
Das Obermaterial sitzt angenehm, die Vorderfußzone ist großzügig geschnitten und insgesamt vermittelt der Schuh ein entspanntes, unkompliziertes Laufgefühl.
Wann der Rebel v5 bei mir zum Einsatz kommt:
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Kurze Easy Runs (5–9 km), z. B. morgens vor der Arbeit
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Tage, an denen ich locker, aber nicht träge laufen möchte
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Wenn ich mich leicht und beweglich fühlen will
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Als Trainingspartner für gemischte Einheiten (easy + kurze Tempoparts)
Er ist kein maximal gedämpfter Schuh – und genau das liebe ich an ihm. Ein echter Alltags-Trainer mit der perfekten Balance aus Komfort und Beweglichkeit.


Mein Fazit: Drei Schuhe, drei Persönlichkeiten
Wenn Easy Runs fest in deinem Trainingsplan stehen (und das sollten sie!), lohnt sich der richtige Schuh ganz besonders. Gute Easy-Day-Trainer fördern Regeneration, Wohlbefinden und langfristig sogar deine Leistungsentwicklung.
Jeder Tag hat andere Bedürfnisse:
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Regeneration & maximaler Komfort: Nike Vomero Premium
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Lange, ruhige Läufe: Hoka Clifton 10
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Leichte, dynamische Easy Runs: New Balance FuelCell Rebel v5
Mit diesen drei Schuhen decke ich mein gesamtes Easy-Run-Spektrum ab – und freue mich jedes Mal aufs Neue auf die Abwechslung unter den Füßen.